FALLBEISPIELE

Ralf* hatte immer wieder Streit mit seinem besten Freund, weil sich ihre Lebensentwürfe und Werthaltungen mehr und mehr auseinander entwickelten. Er wurde immer ärgerlicher, wenn wieder und wieder die Diskussion um persönliche Zielsetzungen entbrannte. Beide hatten das Gefühl, dass ihre Freundschaft zu zerbrechen drohte.

Wir behandelten dieses Gefühl von Ärger und Groll in einer Sitzung mit EDxTM und er entspannte sich deutlich. Auch bei dem Gedanken an das Unverständnis von Seiten seines Freundes und hinsichtlich der permanent gereizten Stimmung konnte er plötzlich wieder eine lockere Haltung einnehmen.

Er traf sich mit ihm direkt nach der Sitzung in einem Café. Ralf erzählte ihm nichts von der Behandlung. Schon nach kurzem Gespräch sagte sein Freund, dass er außergewöhnlich ruhig und gelassen wirke. Das Gespräch nahm zum ersten Mal nach langer Zeit wieder einen angenehmen und erfreulichen Verlauf. Es fanden keine weiteren Sitzungen mehr statt und Ralf unternahm auch keine Nachbehandlungen mehr anhand der erarbeiteten Selbsthilfetechniken – weil es keinen Anlass mehr dazu gab.

Etwa sechs Wochen später, in denen alles sehr entspannt und harmonisch verlief, träumte er plötzlich von einem heftigen Streit mit seinem Freund aufgrund der alten Themen. Davon etwas verstört rief er ihn am nächsten Tag an und erzählte ihm davon. Beide mussten nach einiger Zeit herzhaft über den beidseitigen Zwist „von damals“ lachen, der inzwischen keinen von Ihnen mehr emotional belastete.

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Harald*, ein Mann um die 40, hatte Probleme mit seinem Übergewicht und einer ausgeprägten Sucht nach Keksen. Außerdem hatte ihm seine Freundin nach mehrjähriger Beziehung aus heiterem Himmel offenbart, dass sie nichts mehr für ihn empfände. Trotzdem machte sie ihm immer wieder verschwommene Offerten. Er merkte wenig später, dass sie ihn bereits mit einem anderen Mann betrogen hatte. Zeitgleich dazu verlor er auch noch seinen Arbeitsplatz.

Wir verabredeten eine zeitlich offene Sitzung. Zu Beginn brach er beim Sprechen über seine Lage immer wieder in Tränen aus. Er war aber auch sehr klar in seiner Abgrenzung - er wollte unter diesen Bedingungen nicht mehr mit ihr zusammen kommen.

Die Sitzung begann mit einer echten „Wunderheilung“ (wie sie eher selten vorkommt), denn schon bei einer Übung zum Ausgleichen von Dysbalancen „verschwand“ das Problem mit seiner Freundin vollständig. Als wir uns an die Behandlung mit Akupressur machen wollten, waren Kummer und Wut für ihn nicht mehr greifbar und er konnte sie auch nicht durch bewusstes „Hineinsteigern“ wieder heraufbeschwören.

Da das schwerste Problem so schnell verschwunden war, behandelten wir noch das Thema mit seinem Selbstwertgefühl durch das Übergewicht und danach verminderten wir nachhaltig den Reiz der verführerischen Kekse. Zwischendurch „provozierten“ wir seine Gier immer wieder durch den Duft einer Schale Spekulatius, bis er beim Anblick der Kekse ein neutrales Gefühl hatte.

Drei Wochen später berichtete mir Harald am Telefon, dass er sich direkt nach der Sitzung körperlich sehr erschöpft gefühlt hatte und noch am gleichen Abend– wie sonst üblich – mit einer Packung Keksen „belohnen wollte“. Aber er aß nicht wie üblich die gesamte Packung, sondern merkte nach wenigen Keksen, dass seine Lust darauf stark nachgelassen hatte. Auch in den Wochen danach blieb er bei 10% seines bisherigen „Keks-Konsums“. Er genoss dafür aber jeden einzelnen Keks, anstatt ihn nur unbewusst in sich hineinzustopfen. Seiner Freundin schrieb er einen klaren Abschiedsbrief, den er persönlich in ihren Briefkasten warf. Wie er sagte, war er dabei aufrecht und spürte keine große emotionale Erregung. Die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz stellte für ihn unter diesen Umständen kein besonders belastendes Problem mehr dar.

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Wolfgang*, ein erfolgreicher und sehr erfahrener Trainer und Coach, fühlte sich durch seine diversen Termine und seine Selbstständigkeit mehr und mehr unter Stress. Nach einer etwa eineinhalb-stündigen Sitzung mit EDxTM war sein belastendes Gefühl der Überforderung verschwunden. Obwohl seine Arbeitsbelastung sachlich besehen gleich blieb, fühlte er sich auch noch Wochen später wesentlich souveräner im Umgang mit diesen Anforderungen. Natürlich ging es auch darum, sich selber Pausen zu gönnen und noch besser im persönlichen Zeit- und Energiemanagement zu werden. Eine reine „Instandsetzung bei gleicher Belastung“ wäre nicht sinnvoll gewesen.

 

* Namen geändert