Geschichte der Energetischen Psychologie

Unsere heutige Weltsicht ist das Ergebnis aus Jahrhunderten menschlicher Neugier und Forschung. Aus der Geschichte lernen wir, dass das Wissen von heute der Irrtum von Morgen ist. Deshalb ist es klar, dass sich unser Verständnis der Dinge immer weiter entwickeln wird.

Früher glaubte man, dass Krankheiten durch böse Geister hervorgerufen würden – heute nennen wir diese Geister Erreger und können sie im Mikroskop betrachten. Einem Medizinmann wäre der Gedanke einer Magenspiegelung oder Bakterienkultur sicherlich seltsam vorgekommen, aber die Pharmakonzerne schicken inzwischen Wissenschaftler in den Urwald, um dort mit dem überlieferten Wissen dieser Heiler neue Wirkstoffe für Medikamente in uns unbekannten Pflanzen zu finden.

Auch alte Gesundheitslehren, wie die traditionelle chinesische Medizin sind heute bei den meisten westlichen Ärzten akzeptiert und die Akupunktur gilt als seriöses, nebenwirkungsarmes Verfahren. Nach dieser Lehre entstehen Krankheiten durch eine Blockade des Chi, einer Energie, die in bestimmten Bahnen – den sogenannten Meridianen - durch den Körper fließt. Zur Heilung und Auflösung solcher Blockaden stimuliert man bestimmte Punkte auf den Meridianen mit Nadeln, Hitze, Druck und heutzutage manchmal auch durch Magnete, kaltes Laserlicht oder Strom. Diese Akupunkturpunkte können mittlerweile auch über Messung des elektrischen Hautwiderstands gut nachgewiesen werden.

Aus klassischer Akupunktur, kognitiver Verhaltenstherapie, Hypnose und Kinesiologie entstanden vor etwa zwei Jahrzehnten neue Behandlungstechniken, die sich auch im Bereich psychischer Probleme als außerordentlich wirksam erwiesen. Die heute bekanntesten dieser Verfahren sind EFT (Emotional Freedom Techniques nach Gary Craig), TFT (Thought Field Therapy nach Roger Callahan) und EDxTM (Energy Diagnostics and Treatment Methods von Fred Gallo). Ich arbeite v. a. mit EDxTM und EFT. Als Selbsthilfeansatz ist EFT gut geeignet, weil es stark standardisiert ist. EDxTM ist im Rahmen einer Therapie sinnvoller, da hier durch spezielle Diagnoseverfahren jeder Behandlungsplan mit einem Therapeuten individuell entwickelt wird, was bei komplexeren Problemen für den Erfolg oft unerlässlich und später bei möglichen Nachbehandlungen von Vorteil ist.

Im Mai 1995 veranstaltete die Florida State University eine der größten Untersuchungen von therapeutischen Methoden, die es wohl jemals gegeben hat. Das Projekt hieß „Active Ingredients in Efficient Treatments of PTSD“. Es wurden hierbei alle denkbaren Methoden zugelassen – egal wie wissenschaftlich oder etabliert sie waren. Mit wissenschaftlichen Methoden wurde dann ihre Wirksamkeit in Bezug auf die Besserung Posttraumatischer Belastungsstörungen untersucht. Unter den vier wirksamsten (EMDR, V/KD, TIR) war auch TFT (als einziges energetisches Verfahren). Im Endergebnis war TFT mit großem Abstand die schnellste Methode (63 Minuten Behandlungszeit im Durchschnitt!). Forschung in Deutschland wurde bisher v. a. um Dr. Michael Bohne betrieben, der dazu auch einige Veröffentlichungen gemacht hat.

Im Rahmen der Johannes B. Kerner-Show stellte am 02.05.2007 ein deutscher Psychologe ein energetisches Verfahren vor und kurierte eine Flugangst sowie während der Sendung eine massive Spinnenphobie.